Zum klassischen Herrenoutfit gehört eine breite Auswahl an Kleidungsstücken, die dem Anlass entsprechend ausgewäht und souverän getragen wird. Es wäre beispielsweise ein Fauxpas, wenn ein modewußter Mann zu offiziellen oder gar festlichen Gelegenheiten in Jeans und Pullover erscheinen würde statt im dunklen Anzug oder im Sakko mit farblich abgestimmten Hosen und Schuhen. Dabei versteht es sich von selbst, dass zu den meisten Jacketts Hemden und passende Krawatten getragen werden. Zusätzliche Akzente setzen dabei Krawattennadeln, die in fast unüberschaubarer Vielfalt und in nahezu allen Preisklassen angeboten werden. Für den modebewußten Mann zählen sie zu den beliebtesten Accessoires. Bei ihrer Auswahl und Verwendung sind einige Regeln zu beachten, um stilsicher aufzutreten.
Material und Form
Die Nadeln führen Juweliergeschäfte ebenso in ihrem Sortiment wie Szene-Läden. Die Schmuckstücke können aus Platin, Gold oder Silber, aus Edelmatalllegierungen in unterschiedlichen Farbnuanchen, aus Stahl, Weichmetall oder auch aus Edelholz oder Kunststoffen gefertigt sein. Als Faustregel gilt: Je festlicher der Anlass, zu dem ein Krawattenschmuck getragen wird, desto hochwertiger sollte deren Material und desto schlichter und eleganter ihr Design sein. Schmale Formen, matte Oberflächenlegierungen und spasame Edelsteinappilationen sind für festliche Anlässe immer richtig. Wichtig ist überdies, die Nadeln harmonisch auf Material und Form der Armbanduhr, der Gürtelschnalle und gegebenenfalls auch der Manschettenknöpfe abzustimmen.
Krawattennadeln, gemeint sind in der Regel Krawattenklammern oder Krawattenclips, wirken optisch gleich, lediglich der Klemm-Mechanismus, der den festen Sitz bewirkt, unterscheidet sie. Üblich ist eine Klammerwirkung, ähnlich der einer (Büro-)Klammer. Der Krawattenclip hält dagegen mittels einer leichten mechanischen Federwirkung. Die eigentliche Schmucknadel vergangener Jahrhunderte, die den heutigen Produkten ihren Namen verlieh, eine an einer Nadel befestigte Perle, die in die Krawatte gesteckt wurde, gibt es kaum noch. Sie findet sich gelegentlich noch beim englischen Gentleman zum grauen Gehrock mit abgerundeten Schößen (Cutaway) und zum Zylinder auf der Rennbahn in Ascot oder bei Hofzeremonien.
Herrenaccessoire für alle Gelegenheiten
Bei allen beruflichen oder gesellschaftlichen Anlässen, die zwar Krawatte erfordern, aber einen legeren optischen Gesamteindruck gestatten, dienen Krawattennadeln heute zumeist als modischer Blickfang. Sie senden Botschaften aus und transportieren Vorlieben, Herkunft oder sogar "Geheimnisse" ihrer Träger. Dabei sind Motiv-Nadeln aus den Bereichen Hobby oder Beruf besonders beliebt. Eine Silbernadel mit aufgebrachten Tennisschlägern oder dem Schriftzug "Single" spricht ebenso Bände wie solche mit dem Logo eines Sportvereins, der Silhouette einer Stadt oder dem Arbeitsgerät eines bestimmten Handwerks. Solche Nadeln schmücken nicht nur, sie fördern außerdem die Kommunikationsmöglichkeiten.
Zeitlose Schmuckstücke
Die Möglichkeit für den Herren, seine Krawatte mit einem zusätzlichen Schmuckstück zu versehen und optisch aufzuwerten, bildet seit Jahrzehnten als klassisches Stilmittel eine feste Größe im Modemarkt. Ob breite oder schmale Krawatten, bunte oder einfarbige Hemden, schmückende Accessoires haben dazu stets als wirkungsvolle Akzentsetzer gepasst. Clips wie Nadeln dienen übrigens – praktisch betrachtet – lediglich dazu, die Oberseite mit der Unterseite der Krawatte zu verbinden. Ins Hemd klippt "man" sie nicht – auch nicht beim Essen.